Dass die kleine Frucht mit mehreren Tausend verschiedenen Sorten nicht nur beeindruckt, sondern ihre Vielfältikeit gekonnt unter Beweis stellt, steht außer Frage. Warum faszinierte die Züchtung der Birne die Menschheit bereits tausende von Jahren zuvor und warum ist sie noch heute solch ein wichtiger Bestandteil unserer Weltkultur? Mehr dazu hier!
Allgemeine Informationen
Herkunft, Anbau und Merkmale
Die Pyrus - eher unter dem Namen Birne bekannt - gehört zu den Kernobstgewächsen der Familie der Rosengewächse. Ihren Ursprung hat sie im eurasischen Raum. Heutzutage ist sie jedoch weltweit vorzufinden. Im europäischen Gebiet gelten vorallem Frankreich, Spanien und Italien als gute Anbaugebiete. Aber auch in Deutschland werden Birnen gezüchtet: Sorten wie Alexander Lucas, Williams Christ und Concorde. Im asiatischen Raum zählen China und Japan zu den bedeutensten Anbaugebieten.
Birnen können ganzjährig geerntet werden, weshalb sie im Allgemeinen in Sommer-, Herbst- und Winterbirnen differenziert werden. Allerdings unterscheiden sich je nach Fruchtsorte die Ansprüche der Pflanze an ihre Umgebung und so kann nicht jede Art überall gezüchtet werden. Je erlesener die Gattung, desto höher ihr Wärmeanspruch. Die mittlere Jahrestemperatur muss deshalb bereits bei gewöhnlichen Birnensorten mindestens 8°C betragen. Darüber hinaus wirkt sich feucht-kühles Wetter eher negativ auf eine gute Qualitätsbildung während des Reifeprozesses aus. Auch kühler, feuchter Boden ist schädlich, denn die Birne hat im Gegensatz zum Apfel eine geringere Toleranz gegenüber niedrigen Temperaturen, Frost und lang anhaltenden Lichtmangel.
Gegenwärtig erlangen Birnen ihre volle Reife nicht mehr während sie an Bäumen hängen, sondern entfalten ihren Genuss in individuellen Lagerhallen. Ob der Geschmack der Frucht auch ihrem größtmöglichen Potenzial entspricht, entscheidet sich durch vielfältige Faktoren, wie die Lagerung, verwendete Verpackungen sowie natürlich den Zeitpunkt der vollzogenen Ernte. Unabhängig davon bleibt die Menge der Inhaltsstoffe innerhalb der Birne gleich.
Ernährungsphysiologie

Vorallem direkt unter ihrer Schale befinden sich Nährstoffe, weshalb man auf das Schälen der Frucht verzichten sollte.
Durchschnittliche Nährwerte (pro 100 g, frisch):
- Brennwert (kcal): 52
- Fett: 0,3 g
- Kohlenhydrate: 12,4 g
- Eiweiß: 0,5 g
Durchschnittliche Nährwerte (pro 100 g, getrocknet):
- Brennwert (kcal): 252
- Fett: 1,4 g
- Kohlenhydrate: 59,8 g
- Eiweiß: 2,4 g
Verwendung
Obwohl man Birnen zuweilen eher roh genießt, wird sie auch vielfältig in der Herstellung verschiedenster Speisen benutzt. Vor allem im Bereich der Herstellung von Kuchen (Verwendung als Belag) und Desserts/Kompotts kann man sich an ihr zahlreich erfreuen. Aber auch in herzhaften Speisen kommt sie immer wieder als Beilage zum Einsatz.
Verwendung getrockneter Birnen
Ebenso wie ihre frische Variante können getrocknete Birnen pur genossen werden oder als Bestandteil süßer und herzhafter Speisen eingesetzt werden.